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Das Ätzen von Platinen – FC0049


Die klassische Methode – Eisen III Chlorid


Um gedruckte Schaltungen selbst herzustellen, muss man natürlich einiges über das Ätzen von Platinen wissen. Wer keine teuere Ätzmaschine zur Verfügung hat, der benötigt grundsätzlich einmal eine flache Schale aus Kunststoff, welche mindestens so gross sein muss, wie die zu ätzende Platine selbst. Ohne Wasser geht natürlich gar nichts. das Wasser sollte etwas wärmer als Handwarm sein. Um die richtige Wahl des Ätzmittels zu vereinfachen, stelle ich hier einmal zwei Arten vor. Das wohl bekannteste Mittel heisst Eisen – III – Chlorid. Es ist nicht gerade sehr umweltfreundlich, dafür aber billig und einfach anzuwenden. In einer normalen Standardverpackung befindet sich Granulat in Form von gelben Kugeln zum Ansetzen der Lösung mit 1 Liter Wasser. Die Ätzlösung kann man mehrmals verwenden. Wenn die Lösung extrem grün geworden ist und das Ätzen schon sehr lange dauert, dann sollte man die Lösung fachgerecht entsorgen: Die verbrauchte Lösung schüttet man am besten in einen Kunststoff-Kanister oder eine Plastikflasche und bringt sie zum Wertstoffhof bzw. zur Problem-Müll-Sammlung.

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Die umweltfreundliche Methode


Die um einiges umweltfreundlichere Methode ist bei vielen noch ein Geheimtip. Umweltfreundlich deshalb, weil man die Ätzlösung unzählige Male verwenden kann, ohne Qualitätsminderung. man benötigt dazu einen halben Liter 15%ige Salzsäure, die man dann nochmals mit einem halben Liter warmen Wasser verdünnt. Diese Lösung wird in die Kunststoffschale gefüllt, gerade bis die darin befindliche Platine damit bedeckt ist. Jetzt gibt man vorsichtig ca. 3-4% Wasserstoffperoxyd (H2O2) dazu. Das richtige Verhältnis muss man ausprobieren. Die Mischung beginnt nun heftig zu reagieren. Die Platine wird zügig geätzt mit äusserst geringer Unterätzung. Nach Gebrauch wird die Lösung in einer entsprechend gekennzeichneten Flasche aufbewahrt. Um eine weitere Platine zu ätzen, wird in die Lösung wieder 3-4% H2O2 zugegeben. Diese chemische Reaktion bringt die Salzsäure dazu, schnell und sauber Kupfer zu ätzen. Durch diese Reaktion verbraucht sich das H2O2 aber auch schnell. Daher muss bei jedem Ätzvorgang wieder erneut welches zugegeben werden. Ich selbst habe mit dieser Methode hervorragende Ergebnisse erzielt. Ausserdem hinterlässt diese Methode weitaus weniger Schmutzspuren, als das Eisen – III – Chlorid, dessen gelbe Flecken nur sehr schwer zu entfernen sind. Ist die Salzsäure nach unzähligen Ätzvorgängen sehr stark mit Kupferrückständen angereichert, kippt man diese einfach durch einen Kaffeefilter, in dem dann die schlammigen Rückstände zurückbleiben.

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Die umweltfreundliche Methode von Leo van Loon

Salzsäure spielt nur eine Beirolle. Kupfer II Chlorid ist das Ätzmittel.

Die Reaktionen:
Cu2+ + Cu = 2Cu+ Ätzen
Cu+ = Cu2+ + e Regenerieren
H2O2 + 2H+ + 2e = 2H20 hier kommen Peroxid und Salzsäure zusammen

Wenn das Ätzmittel richtig grün ist, sollte die Flüssigkeit regeneriert werden (mit 1 Teil 30% H2O2 und zwei Teilen 35% HCl). So stellst du Dein eigenes Ätzmittel her. Wenn es verbraucht ist, Neutralisierst du das Surplus mit Entwickler (NaOH). Das Precipitat gibst du einfach beim Sondermüll als Chemieabfall (sauberes Kupferoxid) ab.
Leo van Loon


 
 
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