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Einfache Gegensprechanlage – FC0169

Einfache Gegensprechanlage

Neben den modernen Netz- und FM-Gegensprechanlagen erscheint diese klassische Schaltung beinahe altmodisch. Sie erfüllt jedoch ohne Probleme ihre Aufgabe und ist zudem noch ohne Spezialteile leicht nachzubauen. Das Gerät besteht aus einem Verstärker, einem doppelpoligen Wechselschalter und zwei Lautsprechern. Auch der Anschluss weiterer Nebenstellen ist möglich, dazu ist ein zusätzlicher Umschalter nötig. Als Verstärker wird ein LM 384 eingesetzt, der bei einer Betriebsspannung von 15V fast 2W Ausgangsleistung liefern kann. Die Anschlüsse 3, 4, 5, 10, 11 und 12 sind Masseanschluss und dienen gleichzeitig der Kühlung. Aus diesem Grund sollte man keine Fassung verwenden, sondern das IC direkt in die Schaltung einlöten und auch die Kupferflächen an dieser Stelle besonders grosszügig ausführen. Das IC verarbeitet Eingangssignale mit Potential gegen Masse, so dass man mit einer asymmetrischen Spannungsversorgung auskommt. Die Verstärkung des IC 2 ist intern auf 50 fest eingestellt. Zur Entkopplung der Spannungsquelle wird C9 eingesetzt. Um eine ausreichende Eingangsempfindlichkeit zu erhalten, ist mit dem Opamp IC1 eine zusätzliche Verstärkerstufe vorgeschaltet, deren Verstärkungsfaktor bei 11 liegt. Da das Gerät nur für Sprachübertragung vorgesehen ist wurde die Bandbreite dieser Stufe auf 160 Hz bis 10 kHz begrenzt. Zur Entkopplung des Eingangsteilers R2/R3 wurde C3 hinzugefügt.

Für Anwendungen in Gegensprechanlagen gibt es spezielle Lautsprecher die auch als Mikrofon verwendbar sind (z.B ein MS-55 von Monacor der bis zu 5 W verträgt). Der Übertragungsbereich liegt im Lautsprecherbetrieb bei 150 Hz bis 20 kHz und im Mikrofonbetrieb bei 20 Hz bis 20 kHz. Zur einwandfreien Funktion, besonders im Mikrofonbetrieb, muss der Lautsprecher in ein geschlossenes Gehäuse eingebaut werden. Ein Vorteil dieser Betriebsweise ist der sehr geringe Innenwiderstand beim Mikrofonbetrieb. Dies macht es zwar notwendig, einen Übertrager im Eingang der Schaltung zu verwenden, erlaubt jedoch lange Leitungen. Als Übertrager ist eine ganz normaler Netztrafo (Tr1) eingesetzt. Die Niederspannungsseite (6V-Seite) liegt am Mikrofon und setzt dessen Impedanz von 8 Ohm auf 10 kOhm herauf. Die Leistung des Trafos ist mit 4,5 VA recht gross gewählt, um die Signalverluste in den Wicklungen klein zu halten. Soll im gleichen Gehäuse der zur Spannungsversorgung notwendige Netztrafo des Gerätes untergebracht werden, ist durch Probieren die günstiges Lage (Gefahr von in den Übertrager eingestreuten Netzbrumm) zu ermitteln. Ein anderes Problem ist, dass der Übertrager selbst in die übrige Schaltung einstrahlen kann. Deshalb sollte auch die Vorstufe nach Möglichkeit in einem abschirmenden Kasten untergebracht werden. Der Kondensator hinter dem Trafo (C1) unterdrückt HF-Störungen. Die Stromaufnahme der Schaltung wird hauptsächlich durch den Endverstärker IC2 bestimmt. Im ungünstigsten Fall beträgt sie etwa 210 mA (680 mA Spitzenströme), die dabei abgegebene Leistung 1,8 W. Das IC könnte bei eine Betriebsspannung von 22V Leistungen bis 5 W liefern. Allerdings sind dann weitere Massnahmen zur Kühlung notwendig.

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