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Mischpult – FC0133

Mischpult

Von einem guten Mischpult erwartet man grundsätzlich eine grosse Dynamik bei geringem Rauschen. Günstige handelsübliche Mischpulte sind meisst mit Operationsverstärkern aufgebaut, die von Haus aus schon relativ stark rauschen. Man kann zwar rauscharme Operationsverstärkern nehmen, aber die können widerum keine grossen Signale, also keine grossen Dynamiksprünge vertragen …es sei denn, man investiert viel Geld in die Sache. Eine Ursache für das Rauschen in Mischpulten ist der notwendige, ziemlich hohe Mischwiderstand (470k) im Eingang des Verstärkers, der allerdings schwächt auch die Eingangssignale stark ab. Den Rauschprobleme kann man nahezu entgegenwirken, wenn man den Eingang puffert und anstelle der Operationsverstärker diskret aufgebaute Verstärkerstufen nimmt. Die hier beschriebene Schaltung ist so aufgebaut. Als Pufferstufe benutzen wir T1 und T2. Die Eingangsimpedanz von T1 kann in unserem Fall vernachlässigt werden, so dass die Anpassung an die Quellenimpedanz ausschliesslich von P1 abhängt. Der diskret aufgebaute OP besteht im wesentlichen aus den Transistoren T1…T8. Für den Differenzverstärker T3 bis T5 benutzen wir HF-Transistoren, weil die bei höherer Bandbreite weniger rauschen als ihre NF-Brüder.
 
Was man mit diesen Schaltungskniffen erreichen kann, geht ganz klar aus den Messdaten hervor (gemessen bei einer Abschlussimpedanz von 560 Ohm). – Frequenzbereich (-3dB): 10Hz…80kHz – Klirrfaktor (10kHz, Uaus = 9 Vss): kleiner 0,05% – Signal/Rauschverhältnis (bei einem Ausgangssignal von 9 Vss, Bandbreite 20kHz) 100dB bei 10 Pufferstufen – Maximales Ausgangssignal: 12 Vss. – Verwendet man einen Abschlusswiderstand höher als 560 Ohm, erhöht sich die Ausgangsspannung. Eine andere, interessante Möglichkeit dieses Mischpults ist, dass man bei entsprechender Beschaltung den sogenannten "Röhrensound" künstlich erzeugen kann. Dazu muss man nur erreichen, dass T1 und T2 früher begrenzen als der diskrete Verstärker. In der Praxis bedeutet das, dass der Puffer schon bei Eingangssignalen unter 12 Vss mit dem Begrenzen anfangen muss. Die Betriebsspannung der Transistoren muss daher zwischen 6-9V liegen. Da T2 als Stromquelle geschaltet ist, lässt sich die richtige Betriebsspannung recht einfach mit zwei Potis von 2,2k auf den gewünschten Wert einstellen. Das Begrenzungsverhalten darf dabei auch ruhig asymmetrisch sein. Wenn man den Ausgangs Offset zu Null machen möchte, muss man einfach ein 50k-Poti in die Basisleitung von T4 aufnehmen und mit einem Kondensator von 1 µ/63V entkoppeln. Der Stromverbrauch des diskreten Operationsverstärkers beträgt ca. 35mA, wobei die Pufferstufe noch einmal 10mA zusätzlich braucht. Bei 10 Pufferstufen muss das Netzteil also auf 150 mA bei einer Betriebsspannung von +15V und -15V ausgelegt werden.


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